Direkt zum Inhalt springen

Waldwirtschaftsjahr 2026/2027

Auswirkungen von Hitze und Trockenheit auf die Waldbewirtschaftung

Der Wald hat diesen Sommer unter Hitze und Trockenheit stark gelitten. Sichtbare Anzeichen bei Laubbäumen waren eine frühe Blattverfärbung ähnlich der Herbstfärbung und, vor allem bei Buchen, das Abwerfen grüner Blätter als extreme Stressreaktion zum Senken der Transpi ration. Weitere sichtbare Merkmale sind dürre Äste oder dürre Kronenteile.

Zwei Hinweise:

  • Bei der Nutzung dieser geschwächten Bäume ist besondere Vorsicht geboten!
  • Beobachten Sie Ihren Wald im Frühling, ob die geschwächten Bäume noch austreiben.

Holznutzen – nur mit Bewilligung des zuständigen Revierförsters

Wer im Thurgauer Wald Bäume fällen will, benötigt eine Bewilli gung des Forstdienstes. Alle Holznutzungen sind entsprechend vor der Ausführung durch den Forstdienst anzuzeichnen. In folgenden Situationen hat der Waldeigentümer eine formelle Schlagbewilligung des Forstkreises einzuholen:

  • Für Ausnahmen vom Kahlschlagverbot
  • Für Holznutzungen, die in den gültigen Ausführungsplänen nicht vorgesehen sind.

Borkenkäfersituation weiterhin beobachten

Später als erwartet ist der Borkenkäfer in Erscheinung getreten. Beobachten Sie Ihre Fichten auch in diesem Jahr aufmerksam, denn aufgrund des heissen und sehr trockenen Wetters die sen Sommer ist das Befallsrisiko durch den Borkenkäfer wieder deutlich gestiegen. Um das Schadausmass in Grenzen zu halten und die Käferpopulation nicht wieder anwachsen zu las sen, sind das rechtzeitige Fällen der betroffenen Fichten (auch einzeln verstreuter) und das Abführen aus dem Wald sehr wichtig. Tote Bäume, die keine Käfer mehr beherbergen, können stehen gelassen werden. Nehmen Sie auch hier Kontakt mit dem zuständigen Revierförster auf.

Eichenprozessionsspinner – Halten Sie nach Gespinsten Ausschau

Der Eichenprozessionsspinner, eine einheimische, wärmeliebende Schmetterlingsart, ist auf dem Vormarsch. 2026 wurden erste Nester im Thurgau gefunden. Die Raupen des Eichenpro zessionsspinners besitzen Gifthaare, welche Atemprobleme und Hautausschläge auslösen können. Je nach Witterungsverlauf im Winter 2026/2027 ist damit zu rechnen, dass die Nester häufiger werden. Gespinste an Stämmen von Eichen zeigen sich im Frühling und anfangs Som mer. Melden Sie Beobachtungen dem zuständigen Revierförster.

Waldwirtschaftsjahr 2026/2027

Frauenfeld, September 2026

Forstamt Thurgau
Tel. 058 345 62 80
www.forstamt.tg.ch